Der März 2026 stand ganz im Zeichen der finalen Vorbereitungen für die Pilotausgabe des „Diplomatischen Kuriers der Mongolei“. Ein ganz besonderer Ort der Inspiration war dabei das Alte Schloss in Stuttgart.
Die Ursprünge dieser Anlage reichen weit zurück. Um das Jahr 950 wurde hier eine Wasserburg errichtet, um das herzogliche Gestüt zu schützen, den sogenannten „Stutengarten“, der der Stadt Stuttgart nicht nur ihren Namen gab, sondern auch das springende Pferd in ihrem Wappen prägt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burg zur Residenz der Grafen und Herzöge von Württemberg und war rund 400 Jahre lang das Machtzentrum des Landes.
Der Arkadenhof, die eindrucksvolle Kulisse für unsere Planungen, beherbergt zudem eine Reiterstatue von Eberhard im Bart. Er war der erste Herzog von Württemberg und gilt als bedeutender Landesvater, der das Land wiedervereinte.
Ein weniger bekanntes, aber für uns im Kontext des "Diplomatischen Kuriers" besonders reizvolles Detail: Im 18. und 19. Jahrhundert tagten im Alten Schloss Freimaurerlogen. Auch Herzog Maximilian von Württemberg (1828–1888) war wie sein Vater und Großvater Freimaurer und wurde 1861 in die Stuttgarter Loge "zu den 3 Cedern" aufgenommen. Die Wahl dieses geschichtsträchtigen Ortes für unsere Vorbereitungen unterstreicht somit auf besondere Weise den Brückenschlag zwischen Tradition, kulturellem Austausch und neuen diplomatischen Wegen, die wir mit unserem Almanach beschreiten wollen.
Die Fertigstellung des 64-seitigen Pilotbandes markiert nun den nächsten Schritt. Die offizielle Präsentation findet am 15. und 16. April 2026 in der Botschaft der Mongolei in Berlin statt.